Neuseeland 1999




Haast Pass - Auckland (1733 km)

Haast Pass - Fox Glacier - Punakaiki - Abel Tasman NP - Nelson - Flug nach Auckland - Whangerei - Paihia - Ninety Mile Beach - Dargaville - Bus nach Auckland

Routenverlauf Südinsel und Routenverlauf Nordinsel bei Google-Maps

Der Verlauf wird auf der Karte nur ungefähr widergegeben (Routenplanung für Auto), da ich mit dem Rad natürlich Nebenstraßen gefahren bin. Dies ist auch der Grund für die Abweichung in der Gesamt-Kilometerangabe.




Neuseeland hatte mich irgendwie gefesselt. Damals, als ich 1996 bereits für 3 Monate da war und dieses Land unter die Räder nahm. Ich durfte die Chance nutzen, im Rahmen meines Studium noch einmal runter zu fliegen - offiziell, um dort mein Praxissemester zu absolvieren. Doch dass man nicht einfach ans andere Ende der Welt reist, nur um zu arbeiten, versteht sich von selbst. Sogar mein Chef vom NIWA-Insitut, wo ich arbeitete, meinte, dass wir (ein Kollege von mir und ich) ja schließlich sicherlich auch hier her gekommen wären, um das Land kennenzulernen. Daher war es durchaus möglich auch mal für ein verlängertes Wochenende frei zu nehmen. Inoffiziell war also auch Urlaub angesagt.

Ich erlebte eine Menge toller Sachen auch außerhalb des Radfahrens. So machte ich z. B. einen Wildwasser-Kajaking-Kurs mit, was mich total begeisterte. Schade, dass ich seitdem nicht mehr die Zeit gefunden habe, das weiter zu verfolgen. Doch ein Schwerpunkt dieser Reise war mit Sicherheit mein Urlaub im Anschluss an die Arbeit am Institut. Dabei standen primär zwei Ziele im Vordergrund: 1) Die Westküste der Südinsel und 2) das Northland auf der Nordinsel. Ersteres hatte mich bei meiner ersten Reise so fasziniert, dass ich die Strecke unbedingt noch mal fahren wollte. Zweiteres mußte ich 1996 aus Zeitgründen auslassen. Und daher war es jetzt Zeit das nachzuholen.

Mein Kollege brachte mich mit dem Auto zum Haast-Pass, wo mich erstaunlicherweise ein Bomben-Wetter erwartete. Auf der ersten Reise noch bis auf die Knochen nass geworden, konnte ich nun endlich diese traumhafte Landschaft entlang des Haast River genießen. Der dichte Busch und der nicht-tropische Regenwald können einen Europäer ganz schon in den Bann ziehen... - sofern man die Farbe 'grün' mag.

Haast River Wildes Nachtlager Nähe Okuru

Ein Wehrmutstropfen war allerdings der Gegenwind, der ziemlich kräftig ins Haast-Tal vom Ozean her reinbließ. Am nächsten Tag sollte das Wetter allerdings schon wieder wechseln. So richtig naß wurde ich dabei zwar noch nicht, aber das sollte sich auf den folgenden Kilometern noch ändern. Die Westküstenstraße ist ein Genuß. Sofern sich der Touristen-Verkehr in Grenzen hält. Doch es war bereits Mitte Februar, und der größte Ansturm war schon vorüber. Sicher gibt es das eine oder andere Auf und Ab. Aber im Vergleich zu Nordinsel lässt sich dieses Stück Straße vom Verlauf her sehr gut mit dem Rad fahren. An die Sandflies, auf die man in dieser Ecke Neuseelands besonders häufig trifft, hatte ich mich längst gewöhnt. Während der 5 Monate vorher, die ich ja schon in unmittelbarer 'Nachbarschaft' verbracht hatte, hatte ich auch ausreichend Gelegenheit dazu.
Vorbei an den beiden Gletschern ging's weiter nach Hokitika und Greymouth. Bereits hier ist es zumindest entlang der Straße vorbei mit dem dichten Busch. Genaugenommen weicht er bereits wenigen Kilometern nördlich von Franz Josef Glacier immer mehr den Viehweiden.

Bruce Bay Westküste zwischen Westport und Greymouth

Hier an der Westküste wird mehr Rinder- als Schafzucht betrieben. Ich kann an dieser Stelle nur die Vermutung abgeben, dass es für Schafe einfach zu regnerisch ist. Vielleicht vertragen die so hohe Niederschlagsmengen (z. T. über 5000 mm und mehr pro Jahr) nicht. Die Rinderzucht beschränkt sich dabei jedoch nicht nur auf die Fleischproduktion, sondern es wird auch Milchwirtschaft betrieben. Nördlich von Greymouth beginnt ein anderes sehr schönes Stück der Westküste. Die Küste ist hier steiler. Die Straße führt direkt am Wasser entlang, und so mancher Giftzwerg bietet einem einen schönen Blick über den Küstenverlauf. Zudem nimmt hier die Vegetation der sogenannten Nikau-Palmen zu, die einem ein fast Südsee-ähnliches Gefühl vermitteln.
Kurz hinter Punakaiki bei den 'Pancake Rocks' befindet sich das Nikau-Retreat, ein Backpacker Hostel welches ein paar hundert Meter abseits der Straße im wahrsten Sinne des Wortes im Gebüsch liegt. Die Atmosphäre dort ist einmalig. Ich lernte dort drei Amerikaner kennen, die gerade von einem halbjährigen Forschungsaufenthalt aus der Antarktis zurück gekommen waren. Es war ein Vergnügen, ihnen zuzusehen, wie sie sich über die Sonne, das Meer und vor allen Dingen die vielen grünen Pflanzen schon geradezu kindlich freuten. Nach einem halben Jahr Eis, Wind, Kälte, Dunkelheit und eingeflogenem, nicht mehr wirklich frischem Gemüse durchaus nach-zuvollziehen. Wir pflückten gemeinsam ein paar Miesmuscheln von den Felsen am Strand und verspeisten diese zum Abendbrot.

Besonders gefreut hatte ich mich auch über das rein zufällige Wiedersehen mit Gill, einer guten Bekannten aus Auckland. Wir tauschten das Erlebte aus und verabredeten und auch gleich wieder, da ich ja noch nach Auckland kommen würde.
Bei gutem Wetter fuhr ich dann über Westport, Inangahua Junction und Motueka zum Abel Tasman National Park. Dort hatte ich mir schon im Voraus ein See-Kajak angemietet, mit dem ich nun für drei Tage entlang der Küste paddeln wollte.
Weiter nördlich an der Westküste findet man häufiger die Nikau-Palmen

Da man dieses Unterfangen aus Sicherheitsgründen nicht alleine machen darf, wurde ich kurzerhand mit einem Amerikaner zusammen vom Stapel gelassen. Ich kannte ihn zwar nicht, aber wir verstanden uns prima und hatten auch in etwa die gleichen Vorstellungen vom Paddeln. Mir war es jedoch mehr als unangenehm, am zweiten Tag, seekrank zu werden.
Hätte auch nicht gedacht, dass das mir in einem Kajak passieren könnte/würde, zumal die See recht ruhig war. Doch von der Meerseite kamen immer mal wieder seichte Wellen angerauscht, die mich im Kajak sanft aber stetig auf und ab bewegten. Und da wir es an diesem Tag relativ locker gehen lassen wollten und ich somit nichts hatte, worauf ich mich hätte konzentrieren müssen, war meinem Magen schnell klar, dass er das nicht lange mitmachen würde.
Aber dennoch war es eine klasse Tour. Es war einfach mal eine andere Art des Unterwegs-Seins. Die Strände dort im Abel Tasman NP sind fast paradiesisch. Einsame Buchten mit weißen oder goldgelben Feinsandstränden in dunkelgrünen Busch eingebettet und dazu dieses kristallklare Wasser...!

Seakajaking im Abel Tasman National Park ...dito

Die Airline teilte uns mit, dass es leider nicht mehr ins gleiche Flugzeug gepaßt habe, mit dem ich gekommen sei. Es wär' in einer anderen Maschine unterwegs, die über Wellington fliegen würde. "Na super!" dachte ich noch. "Wer weiß, was das wohl wird?" Aber uns wurde versichert, dass das Rad noch am gleichen Tag ankommen würde und uns kostenlos nach Hause transprortiert würde. Und so war es dann auch.

Einen Fehler hatte ich jedoch auf alle Fälle beim Kajaken gemacht. Ich vergaß meine Lippen gegen die Sonne zu schützen. Sonnenbrand als solches ist ja schon schmerzhaft genug. Aber auf der Knabberleiste?! Abartig!
Von Nelson aus nahm ich einen Flieger (eine kleine 4-motorige Propellermaschine) zurück nach Auckland. Mein Rad sollte allerdings noch auf sich warten lassen. Gill war so nett und holte mich vom Flughafen ab. Sie half mir bei der Recherche nach meinem Rad.
auf dem Weg nach Whangarei (Nordinsel)

Kommt auch nicht allzu häufig vor, dass man sich auf so etwas verlassen kann, aber ich freute mich, dass dem Fortsetzen meiner Tour nun nichts mehr im Wege stand. Ich verabredete mich auf ein Neues mit Gill. Sie lud mich wieder zu sich ein, um bei ihr bis zu meinem endgültigen Abflug zu wohnen, wenn ich vom Northland zurückkommen würde. So fuhr ich dann erst mal los; mit einem kleinen Umweg aus Auckland heraus, um dem meisten Verkehr zu entkommen. Die Route führte mich über Orewa, Warkworth und dann direkt an der Küste entlang bis nach Whangarei.

Auf der Südinsel hatte ich mich in einem DOC-Informationszentrum (Department of Conservation - neuseeländische Einrichtung zur Erhaltung und Pflege der Nationalparks, einheimischen Fona und Flaura etc.) darüber kundig gemacht, wo noch wild-lebende Kiwis zu finden sind. Abgesehen davon, dass es eine ganze Reihe verschiedener Gattungen gibt, sind diese Viecher auch vom Aussterben bedroht. Die Einführung des Hundes durch die Maori und die der Ratten, Katzen, Wiesel und Marder durch die Europäer war der flugunfähige Kiwi zunehmend Feinden ausgesetzt, gegen die er keine Abwehrmechanismen entwickelt hatte. Umsomehr ist man nun bestrebt, alles zur Erhaltung des Nationaltieres Neuseelands zu tun.
Jedenfalls hatte ich herausgefunden, dass es auf der Nordinsel im Northland noch einzelne Populationen gibt. Ich wollte Kiwis gerne in freier Natur sehen und nicht irgendwo in einem Nachthaus im Zoo. Problem bei der Geschichte: wie eben schon angedeutet ist diese Geflügelspezies nachtaktiv.
Mit DOC-Ranger auf Kiwi-Safari

Ergo: tagsüber bekommt man sie nicht zu Gesicht. Und dabei ist es schon nachts schwierig genug, diese 'pussierlichen Tiere' ausfindig zu machen. Da half nur eines - jemanden fragen, der sich damit auskennt.
So fuhr ich kurzerhand das DOC-Office in Whangarei an und fragte einfach mal nach, ob es in der Umgebung die Möglichkeit gäbe, Kiwis zu beobachten, ohne dabei in ein 'Noctunal House' gehen zu müssen. Sichtlich erfreut über mein Interesse am Leben der Kiwis wies mich die freundliche Dame an der Information darauf hin, 'dass dies so ohne weiteres nicht möglich sei. Aber sie hätten bei sich einen Kiwi-Spezialisten. Mit dem könne ich mich doch mal unterhalten.' Gesagt, getan. Ich wurde 'vermittelt'. Der Ranger wollte sowieso am nächsten Tag wieder raus fahren, um nach dem Rechten zu schauen. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen. Gemeinsam fuhren wir dann etwa eine halbe Stunde aus Whangarei heraus - mitten in die Pampas. Nur von Weidefläche umgeben, erreichten wir ein kleines, sehr hügeliges Gebiet mit noch ursprünglichem Busch.
Zunächst wunderte ich mich, warum er sich komplett (!) auszog und einen roten Overall anzog. Ich vermute im Nachhinein, dass es ähnlich wie bei anderen Tierarten ist: die Tiere erkennen 'ihren Fürsorger' vor allen Dingen über den Geruch. Man soll es nicht glauben, aber auch Vögel verfügen über einen Geruchssinn. Kiwis sogar besonders. 'Nach dem Rechten schauen' bedeutete in diesem Fall: die Vögel erst mal aufspüren (mit einer Peilantenne, denn jedes erfasste Tier ist mit einem Sender ausgestattet), einfangen (der fast schwierigste Teil, denn obwohl sie nicht fliegen können, so sind Kiwis doch recht schnell zu Fuß) und bei Erfolg wiegen, vermessen (z. B. Schnabellänge), Gefieder nach Ungeziefer durchsuchen, Berringung und Sender checken und wieder frei lassen.
Wir gingen eine Liste der Tiere durch, die es einzufangen galt. Als erstes gingen wir zu einem Bau (Kiwis haben ähnlich wie Hasen und Füchse Wohnstätten unter der Erde), in dem ein Vater auf sein Junges aufpasste (hier übernehmen die Männchen das Brüten!). Nicht wirklich glücklich über das Eindringen einer menschlichen Hand, protestierte das Männchen unüberhörbar aus dem Erdinnern. Wir holten zuerst das Küken raus. Ich durfte es dann auch mal auf der Hand halten, was eine echt tolle Erfahrung war. Auch bei der Handhabe der anderen Vögel war meine praktische Hilfe gefragt. Meine Furcht, von einem ausgewachsenen Kiwi-Weibchen (diese sind deutlich größer als die Männchen) mit dem Schnabel eine gewischt zu kriegen, hatte ich auch am Ende noch nicht ganz abgelegt.
Womit ich nicht ganz gerechnet hatte, war, dass sich dieses Unternehmen sich doch länger hinauszögerte als erwartet. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass man für diese Geschichte auch eine Menge Geduld braucht. Zudem war es auf Dauer ganz schön unbequem, in meinen Radschuhen ständig bergauf - bergab durch dichten Busch zu kriechen und zu laufen.

Bay of Islands (bei Mistwetter) Blick auf den Ninety Mile Beach

Der Ranger war barfuß (!!) unterwegs. Und wir sprechen hier von einem Busch mit richtigem Unterholz und allem was dazugehört - keine schöne, weiche, grüne Wiese! Erschöpft aber glücklich über dieses Erlebnis kam ich am späten Nachmittag wieder in Whangarei an. Ich fuhr dann weiter Richtung Norden zur Bay of Islands - angeblich eine Schönwetterregion wie aus dem Bilderbuch. Klar, dass es bei mir wieder mistig war. So verschwendete ich auch nicht allzu viel Zeit dort. Dennoch war Kultur angesagt. Wenn man schon dort in der Ecke ist, dann gehört es sich, sich mal Waitangi anzuschauen.Nicht weil es dort wer weiß wie super-schöner ist, als anderswo in Neuseeland, sondern einfach weil dort der Vertrag von Waitangi geschlossen wurde, der erst letztendlich eine mehr oder weniger friedliche Koexistenz zwischen den Maori und den weißen Siedlern ermöglichte.
Für die z. T. noch nicht asphaltierten Straßen abseits der Hauptstraßen hatte ich extra Grobstollen-Reifen aufgezogen. Ich versprach mir davon eine deutlich verbesserte Traktion - gerade auch mit dem beladenen Rad. Fehlanzeige! Ich hätte genauso gut Slicks aufziehen können; das hätte am Fahrverhalten nicht viel geändert.
Für den Ninety Mile Beach jedoch waren die Pneus durchaus von Vorteil. Allein deswegen schon, weil es dort nur so von Muscheln wimmelte, die einem ganz schnell den Reifen aufschneiden können. Ein dicker MTB-Reifen bietet hier zumindest ansatzweise mehr Schutz.

Von Ahipara radelte ich durch's Hinterland parallel zum Highway 1 nach Rawene und dort weiter auf der 12 durch den Waipoua Forest. Hier steht ein noch relativ representativer Bestand an Kauri-Bäumen. Diese Baum-Riesen werden zwar nicht ganz so hoch wie die Redwoods in den USA, aber in puncto Masse und Durchmesser können sich diese Genossen durchaus mit den Kollegen auf der anderen Seite des Pazifik messen.
Am Vortag hatte ich bei einer Rast Jordan, einen Kanadier kennengelernt, der ebenfalls mit dem Rad unterwegs war. Wir fuhren zwar nicht das gleich Tempo, aber trafen uns zumindest für die folgenden zwei Nächte immer wieder bei den gleichen Backpacker-Hostels. In Dargaville entschied er sich, den Bus nach Auckland zu nehmen. Hin- und hergerissen zum einen von meinem Ehrgeiz, bis Auckland komplett die Strecke zurückzufahren, zum anderen von der Versuchung, die nun folgenden Kilometer, die nicht mehr allzu viel Spannendes zu versprechen mochten, bequem hinter mir zu lassen, entschied ich mich letztendlich doch für Zweiteres.
Kauri-Bäume südlich von Omapere

In Auckland angekommen, musste ich mir zunächst doch noch eine Nacht im Backpacker um die Ohren hauen, da es schon Abend geworden war. Und mit Gill war ich erst in ein paar Tagen verabredet. Ich mochte ihre Gastfreundschaft nicht ausnutzen und nun in erwartungsvoller Haltung unangemeldet vor ihrer Tür stehen. So überlegte ich mir, noch nach Piha zu fahren - eine Hand voll Häuser an der Küste westlich von Auckland.
Dort genoss ich noch einmal den neuseeländischen Spätsommer am Strand. Ich beobachtete eine ganze Zeit lang vor allen Dingen die Wellenreiter. Sehr bald darauf kam eine Gruppe Jugendlicher und begann Strandfußball zu spielen. Das schaute ich mir ebenfalls eine Weile an, bis es mir so stark in den Beinen juckte, dass ich hinging und den Leiter der Gruppe fragte, ob ich nicht mitspielen dürfe. Schon war ich in einem Team untergekommen und merkte aber auch sehr bald, dass es mir vollkommen an der entsprechenden Kondition fehlte. 100 km Radfahren sind eben doch etwa anderes als eine halbe Stunde Strandfußball.
Zum Ende hin kam ich ins Gespräch mit dem Gruppenleiter, der sich mir mit Phil vorstellte. Schnell kam heraus, dass es sich um eine christliche Jugendgruppe handelte und er selber Pastor in einer Baptistengemeinde sei. Ich erzählte ihm daraufhin ein wenig von meiner 'Geschichte' und empfand es als sehr wohltuend, in einem 'fremden' Land jemanden kennenzulernen, mit dem mich sofort etwas verband. Phil lud mich nicht nur spontan zum nächsten Gottesdienst ein, sondern auch zu sich nach Hause, um dort bis zu meinem Abflug zu bleiben. Ich lehnte dankend die Übernachtungseinladung ab, eben weil ich mich ja schon bei Gill einquartieren wollte.

Blick vom Funkturm auf den Hafen von Auckland Auckland in der Morgendämmerung

Als ich dann tagsdarauf zu Gill fuhr, saß sie schon auf der Eingangstreppe, die zu ihrem Haus führte, welches sie sich mit einer Freundin teilte. Sie sah niedergeschlagen aus. Auf mein Nachfragen hin erzählte sie mir, dass ich nicht bleiben könne. Es hinge mit ihrer Freundin zusammen. Ich wollte natürlich nicht den 'Hausfrieden' stören, und so rief ich kurzerhand bei Phil an und erkundigte mich, ob sein Angebot noch gälte. So wurde ich dort dann herzlich willkommen geheißen und erlebte eine sehr herzliche und offene Gastfreundschaft zum Ende hin meines zweiten Neuseelandsaufenthaltes. Ich nahm mir Zeit, ein paar noch unbekannte Flecken Aucklands kennenzulernen, ging mit in den Gottesdienst von Phil. Auch bei seinem Vereinsfußballtraining durfte ich wieder mit dabei sein. Als 'ausländischer Einkauf' lieferte ich leider nicht die solideste Leistung ab. Aber Spaß hatte ich trotzdem.


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