Kanada/USA 1994




Vancouver - Mexiko (3712 km)

Vancouver - Olympic NP - Astoria - Newport - Charleston - Brookings - Eureka - Legget - San Francisco - Santa Cruz - Santa Barbara - Los Angeles - San Diego - Grenze Mexiko/USA - Los Angeles

Routenverlauf bei Google-Maps

Der Verlauf wird auf der Karte nur ungefähr widergegeben (Routenplanung für Auto), da ich mit dem Rad natürlich Nebenstraßen gefahren bin. Dies ist auch der Grund für die Abweichung in der Gesamt-Kilometerangabe.



Nach den ersten beiden Touren nach England, bzw. über die Alpen stand nun das erste, richtig große Abenteuer für mich an. Nach dem Abitur sollte es mal über den großen Teich gehen. Da ich Verwandte in Edmonton habe, lag es nahe, selbige Stadt als Startpunkt meiner Reise zu wählen. Außerdem, so war die Planung, wollte ich gerne die Rocky Mountains mit dem Rad überqueren – quasi als nächster Level zur Alpenüberquerung.
Der Flug von Frankfurt nach Edmonton (es war mein erster Flug überhaupt) war 'ne Katastrophe. Mein Schädel brummte und ich war nicht schlau genug, mir einen Fensterplatz zu reservieren. So hockte ich die ganze Zeit genau in der Mitte des Flugzeugs – mit kaum Bewegungsfreiheit und dem inneren Unbehagen, eigentlich häufiger mal aufstehen zu wollen, aber auch meinen Sitznachbarn dadurch nicht zu sehr auf die Nerven zu gehen. Jedenfalls war ich froh, als wir endlich landeten. Einer meiner Onkel holte mich vom Flughafen ab und brachte mich zu einer anderen Tante, wo ich die nächsten 4 Tage bleiben durfte. Mit meinem Cousin ging es dann natürlich auch in die (damals) größte Shopping-Mall der Welt. Ansonsten schien Edmonton nicht besonders viel zu bieten. Und nachdem ich die letzten Reisevorbereitungen getroffen hatte, wollte ich mich eigentlich auch auf die Reise mit dem Rad machen; war mir aber noch nicht ganz so sicher, wie der Start überhaupt aussehen sollte, weil ich innerlich noch nicht ganz angekommen war. Einerseits hatte ich Hummeln im Hintern, auf der anderen Seite merkte ich einen enormen Respekt vor der Tour – auch angesichts des recht sportlichen Ziels, in ca. 8 Wochen bis nach Los Angeles zu kommen, von wo aus mein Rückflug gehen sollte. Da traf es sich sich gut, dass mein Onkel mir anbot, mich samt Rad in die Berge mitzunehmen und mich dort abzusetzen. Er selbst verband die 2-tägige Autofahrt mit einem Besuch bei einer Verwandten. So musste ich zwar mein ehrgeiziges Ziel, die Rocky Mountains vollständig von Ost nach West zu überqueren verwerfen, aber ich war jetzt schon mal irgendwie unterwegs. Nach 1 ½ Radfahrtagen in den Rocky Mountains kam ich in Kamloops an. Irgendwie hatte ich mir die Berge anders vorgestellt. Ich war müde. Der Jetlag hatte sich auch nach knapp einer Woche noch nicht so wirklich verzogen. Und so entschloss ich mich kurzerhand mit dem Bus nach Vancouver zu fahren. Dort hatte ich über einen Bekannten in Deutschland ebenfalls eine Adresse bekommen, wo ich übernachten durfte. So meldete ich mich telefonisch an und ließ mir die Wegbeschreibung vom Bus-Terminal in Vancouver zur Adresse durchgeben.

Rocky Mountains bei Banff Vancouver

Innerlich verspürte ich eine Erleichterung, schon in Vancouver zu sein. Die Enttäuschung über die 'geplatzte' Rockies-Überquerung war schnell verflogen. Und so steuerte ich mein beladenes Rad an einem sonnigen Spätnachmittag durch den Berufsverkehr von Vancouver zu meiner Unterkunft. Dort wurde ich herzlich aufgenommen und bewirtet. Vor allen Dingen nutzte ich die Zeit in Vancouver - ... zum Schlafen! Meine Gastgeberinnen meinten, sie hätten noch nie einen Gast gehabt, der so viel geschlafen hätte. Aber mir tat's gut. Sie gingen mit mir in ein IMAX-Kino. So etwas kannte ich bis dahin nicht. Aber in jeden Fall war es beeindruckend. Und vom Flair her gefiel mir Vancouver sehr. Jetzt war auch die verbleibende Strecke bis nach Los Angeles irgendwie 'überschaubarer'. Ich hatte die Westküsten-Bibel ('Bicycling the Pacific Coast' von dem Kirkendall) und wusste jetzt relativ genau, was mich entfernungstechnisch erwartete. Nach knapp einer Woche machte ich mich also tatsächlich auf den Weg. brigitte (eine der Gastgeberinnen) begleitete mich auf dem Rad noch bis zum Fährterminal in Tswwassen. Von dort ging's rüber nach Swartz Bay. Ich radelte weiter bis Victoria, von wo aus ich einer der letzten Fähren nach Port Angeles nahm.
Auf der Fährfahrt sprach mich eine Frau aus San Diego an, die mit ihrer kleinen Tochter unterwegs war. Wie sie mir hinterher erklärte, tat ich ihr irgendwie leid. Oder besser: meine Mutter tat ihr leid, da sie das Gefühl nachempfand, dass ich mit meinen jungen 19 Jahren hier so alleine rumreiste. Sie gab mir ihre Adresse in San Diego und meinte nur lapidar, dass sie nicht glaubte, dass ich es mit dem Rad bis dahin schaffen würde. Aber im Fall der Fälle könnte ich mich ja melden. Ich versuchte zu erklären, dass ich eh nicht vorhatte, bis nach San Diego zu fahren, sondern lediglich bis Los Angeles. Es sollte anders kommen – doch dazu später mehr.
Als die Fähre anlegte, war die Sonne schon untergegangen. Und in der Dämmerung machte ich mich mit meinen Batteriefunzeln am Rad auf den Weg, den in der 'Bibel' erwähnten Camping-Platz zu finden. Und wie ich da so über den nächsten Hügel hinaufstampfe, rollen 2 dicke Motorräder an mir vorbei. Diese waren mir schon in Victoria aufgefallen und hatten die gleiche Fähre genommen. Die Fahrer/innen halten rechts und winken mich heran. Ihnen hatte ich schon in Victoria vorsichtig erläutert, nicht wirklich zu wissen, wo ich die Nacht verbringen soll.
Wo ich denn hinwolle? Auf meine Antwort den Campingplatz zu suchen und anzusteuern erwiderten sie, ich solle doch ruhig hinter ihnen herfahren. Sie würden bei einer netten Dame übernachten, die sicherlich noch ein Plätzchen für mein Zelt hätte. Skeptisch, nicht meinem Reiseführer vertrauen zu können/dürfen und doch wohlwissend, nicht sicher zu wissen, wo ich eigentlich übernachten sollte, nahm ich das Angebot an. Es sollte eine echte Gebetserhörung sein. Die Sache mit dem Campingplatz war zwar 'geplant', wäre aber voll in die Hose gegangen, wie sich 2 Tage später herausstellen sollte. Der im Reiseführer angegebene State Park war nicht da, wo ich ihn nach dem Reiseführer gesucht hätte, bzw. hätte ich ihn im Dunkeln nie gefunden.

Blick von der Hurricane Ridge Road Richtung Mt. Baker im Hoh Rain Forest

Am nächsten Tag machte ich mich mit 'leerem' Rad auf den Weg, um die sogenannte Hurricane Ridge Road zu fahren. Ein knapp 30 km langer Anstieg der in etwa 1500 m Höhe endet. Das Wetter war super. Der Schweiß lief. Aber die Tour lohnte sich in jedem Fall. Immer wieder konnte man in der Ferne den 3285 m hohen Mt. Baker erkennen. Oben angekommen wurde der Blick über die Berge des Olympic National Parks frei. Schneebedeckte Gipfel münden nach unten hin in tiefgrüne Waldgebiete. Beim Anstieg überholte mich einer mit einem Rennrad, dessen Rahmen mir ziemlich bekannt vorkommt. Das gleiche Rad hast du doch auch, denke ich. Oben traf ich ihn wieder, und wir hielten noch ein wenig Small Talk. Er fuhr früher ab als ich, und als ich nahe des Eingangshäuschen vom National Park kam, sah ich ihn mir wieder entgegen kommen. Er wollte die lange Strecke tatsächlich ein zweites Mal hochfahren...! Nun aber ging's richtig los. Endlich auf dem berühmten Pacific Coast Highway unterwegs merkte ich nach wie vor, dass ich nicht wirklich gut trainiert war. Kleine Anstiege forderten von mir gleich einiges ab. Neugierig ließ ich die 'große, neue Welt' auf mich wirken. Vorbei am schön gelegenen Lake Crescent und nach einigen überholenden Logging-Trucks kam ich fuhr ich erneut in den National Park ein, um auf einem recht ruhig, inmitten vom nicht-tropischen Regenwald gelegenen Campingplatz zu übernachten. 'Hoh Rain Forest Campingground' – der Name ist Programm! Die mit viel Flechten und dichtem Moos überwachsenen Büsche und Bäume beeindruckten mich. Am Ruby Beach angekommen betrat ich zum ersten Mal einen richtigen Strand des pazifischen Ozeans. Es war noch sehr neblig, und unzählig viel Treibholz (überwiegend ganze Baumstämme) sammelten sich dort. Der Nebel gehörte fast schon kategorisch zur Westküste, der sich aber im Laufe des Vormittags immer auflöste. Überhaupt war das Wetter während der gesamten Tour ziemlich gut. Ich brauchte insgesamt nur 2 Mal meine Regenklamotten hervorholen. Ansonsten blieb es im schlechtesten Fall bei durchgängiger Bewölkung.

am Ruby Beach Brücke über den Columbia River


Weiter entlang der Küste wurden zunehmend die Spuren intensiver Forstwirtschaft deutlich. Landschaftlich freute ich mich als nächstes besonders auf den Küstenabschnitt in Oregon. Doch dafür musste ich erst mal den Columbia River überqueren. Dabei hilft eine ca. 7 km lange brücke. Mit dem Rad darüber zu fahren, war schon ein Abenteuer. Der Wind wehte ziemlich stark von der Seite (direkt in mein Ohr rein), so dass ich teilweise einhändig fahren musste und mit der anderen Hand das Ohr zuzuhalten, aus Angst sonst Ohrenschmerzen zu bekommen. Hinter Astoria beginnt dann auch allmählich die 'Zuckerstrecke' der Westküste. Immer wieder zeigen sich einzelne Felsformationen in unmittelbarer Nähe zum Strand. Die Anstiege der Straße, die es entlang einer solchen Küstenlinie nun mal gibt, machten mir zunehmend weniger aus. Zwischen Florence und Coos Bay erstreckt sich ein riesiges Dünengebiet, welches mit allen möglichen Fortbewegungsmitteln erschlossen werden kann – nur mit dem Fahrrad nicht so wirklich. So musste ich mich mit einem kleinen Spaziergang vom Zeltplatz aus begnügen, um vom Rand her einen kleinen Eindruck über die Ausdehnung zun bekommen.
Überhaupt lernte ich auch viele andere Radfahrer auf dieser Tour kennen. Überwiegend Deutsche und Amerikaner. Hier und da fuhr man ein Stück zusammen, oder aber man traf sich auf den sogenannten 'Hiker-Biker-Sites' der Campingplätze wieder. Dies war häufig auch nicht anders zu erwarten, da fast jeder mit dem gleichen Reiseführer unterwegs war. So ergaben sich aber immer wieder nette Abende, an denen man über das erlebte und das zu erwartende sprach. Für mich, als Alleinreisenden, war das eine willkommene Abwechslung. Und immer wieder kamen wir auf den 'gefürchteten' Legget Hill zu sprechen. Dieser Berg ist kein wirklicher Berg. Es ist lediglich ein langer Anstieg (und der längste während der gesamten Strecke) unmittelbar am Beginn des berühmten Highway No.1 in Nord-Kalifornien. Im Nachhinein sollte sich alles als halb so schlimm herausstellen. Locker hochgekurbelt war er schnell hinter sich gelassen.

einer der 'gefürchteten' Logging-Trucks Bilderbuchwetter- und strecke in Oregon

Doch zuvor genoss ich Atmosphäre am Harris Beach State Park bei Brookings. Dort konnte man relativ nahe der sogenannten sea-stacks campieren. Hier lernte ich auch Gunnar Fehlau kennen (bekannt für viele Bücher und Artikel zu Liegerad- und Trekkingrad-Themen), der mit 'nem Kurzlieger auf dem Weg zu den HPV-Weltmeisterschaften nach Eureka war. Am nächsten Tag schon sollte ich die für mich bis dahin höchsten Bäume sehen. Die 'Redwoods' werden so hoch wie mancher Kirchturm. Die zweite Nacht in den Reedwoods sollte sich als relativ unheimlich herausstellen. In der Nähe vom Marine Garden Club ging ich auf einen der bewährten Hiker-Biker Sites. Dieser halb-wilde Campingplatz lag rechts der Straße mitten zwischen und unter hohen, dichten Redwoods versteckt.

bei Brookings Auf einmal wirkt alles so 'klein'...

Dementsprechend dunkel war es dort dann auch. Das Knarzen der hohen Bäume im Wind, die allgegenwärtige Möglichkeit auf einen Berglöwen oder einen Bären zu treffen und die Tatsache, nun die kommende Nacht alleine auf dem Platz zu sein, erleichterten das Einschlafen nicht unbedingt. Am nächsten Tag fuhr ich vorbei am sogenannten 'Log-House' (einem Haus aus einem Redwood-Stamm herausgezimmert) und durch einen Redwood-Stamm-'Tunnel'. Ich ließ den Tag ruhig angehen, da der bereits erwähnte Leggett-Hill auf mich wartete. Und ich stieß nun endlich auch auf den berühmten Highway No. 1. So schön es auch war, wieder näher an die Küste heranzukommen, so nervig war es auch. Fast die komplette Strecke nach San Francisco ist geprägt von permanenten Auf-und-Ab's. Bei Olema machte ich Stop an einem seismologischen Informtionszentrum. Hier konnte ich den Verlauf der St.Andreas-Verwerfung nachvollziehen, welcher durch entsprechende Pfosten gekennzeichnet ist.
...in den Redwoods.


Ein Seismograph mit den aktuellen Aufzeichnungen und diverse andere Informationen und Bilder über die Erdbebenregion um San Francisco gaben mir einen Eindruck, in was für einem Gebiet ich mich hier befand. Der Tag sollte recht stressig enden. Ich radelte seit wenigen Tagen mit einem anderen Deutschen und einem Amerikaner zusammen. Die beiden hatten für uns drei Plätze auf dem Marin Headlands Campingplatz reserviert. Von dort aus hat man eine Super-Sicht auf die Golden Gate Brücke und dem dahinter liegenden San Francisco. Bis 18:00 Uhr musste ich an der Rezeption sein. Auf die Minute genau kam ich abgekämpft an. Die Hütte hatte schon geschlossen.
Blick von Marin Headlands auf Golden Gate bridge

Aber nach ein paar mal Rufen öffnete mir doch noch eine Dame und übergab mir die entsprechenden Zeltmarken für mich und die anderen beiden. Auch hier sollte die Nacht nicht so erholsam werden. Kaum im Zelt verkrochen hörte ich außerhalb wohlbekannte Geräusche. Irgendjemand machte sich an meinen Packtaschen zu schaffen. Mit der Taschenlampe bewaffnet stellte ich den 'Dieb'. Ein Waschbär meinte tatsächlich, er müsse sich an meinem Proviant zu schaffen machen. Naiv von mir zu denken, das Vieh würde es bei einem 'Wegscheuchen' belassen. Kaum im Zelt zurück, versuchte er es erneut. Zum Glück war ich hier jetzt aber nicht allein.

Lombardo Street ...ziemlich steile Straßen hat's in San Francisco


Drei Mädels aus Deutschland waren noch wach und mit dem Mietwagen unterwegs. So bekam ich die Möglichkeit, meine Taschen über Nacht in den Kofferraum zu schließen. Jetzt hatte ich endlich Ruhe.In San Francisco quartierten wir uns in eine Jugendherberge ein. Ich kurvte mit dem Rad die Straßen rauf und runter, schaute mir natürlich die sogenannten 'cable-cars' an und stattete China-Town einen Besuch ab.

Nach drei Tagen ging's dann auch schon weiter. Orte wie Santa Cruz oder Big Sur standen auf dem Plan. Hinter San Simeon führte der Highway uns wieder nmittelbar an die Küste. Buschfeuer in der Nähe von San Simeon sorgten aufgrund der Rauchentwicklung für eine blutrote Sonne. Am nächsten Morgen hatte jeder ein wenig Asche auf seinem Zelt oder seinem Sattel. Die Abstände der Ortschaften wurden kürzer, der Verkehr dichter - nun war Los Angeles an der Reihe. Zuvor machten wir noch Halt in Santa Barbara. In Santa Monica konnten wir Dreharbeiten zur nächsten Baywatch-Staffel beobachten. Mittlerweile waren wir zu fünft. John hatte sich mit seinem Sohn Michael dazugesellt. Sie waren in Santa cruz gestartet und wollten nach Los Angeles, wo John mit seiner Frau Donna wohnte. Hier konnten wir übernachten, und ich durfte auch nach meiner Rückkehr von San Diego wieder hier zurück, um mich auf meinen Rückflug vorzubereiten.
nähe Big Sur

Apropos San Diego: mittlerweile hatte ich festgestellt, dass aufgrund des einen oder anderen Tages, an dem ich mehr Kilometer gemacht hatte als geplant, ich auch noch genügend Zeit hatte, um bis an die mexikanische Grenze zu fahren und somit die Westküste 'komplett' zu machen. So hatte ich mich schon rechtzeitig bei der Mutter aus San Diego gemeldet, die ich auf der Fähre nach Port Angeles getroffen hatte. Mit ihr vereinbarte ich einen Treffpunkt nahe der Grenze auf einer Brücke. Dort holte sie mich mit dem Auto ab, und ich blieb 3 Tage dort. Am Abend gab's Barbecue bei ihrem Bruder, und ich durfte in einem Whirlpool meine müden Beine entspannen. Sie zeigte mir den San Diego Zoo, und gemeinsam besuchten wir eine Flugshow auf dem Militärflugplatz. Außerdem ließ sie es sich als Lehrerin nicht nehmen, mich ihrer Schulklasse vorzustellen. Dort sollte ich in meinem Radler-Outfit den Kindern erzählen, was ich auf der Tour erlebt habe und wo ich eigentlich lang gefahren bin. Den morgendlichen Apell vor der US-Flagge durfte ich auch nicht verpassen.

Mission in Santa Barbara auf'm Radweg nach San Diego

Ich nutzte auch noch die Zeit, um ein paar Einkäufe zu machen. Der Dollarkurs war gut, so dass es sich lohnte, mich mit einer neuen Gore-Tex Regenjacke und ein wenig Werkzeug einzudecken. Ursprünglich war nicht klar, ob nicht mit dem Bus zurück nach Los Angeles fahren sollte, weil ich eigentlich keinen Bock mehr hatte, die gleiche Strecke wieder zurück zu fahren. Doch eindringliche 'Warnungen' hielten mich letztendlich doch davon ab. Der Greyhound-Busbahnhof in Los Angeles sollte in einem ziemlich verruchten Viertel sein und somit für mich als Fahrradtourist auf alle Fälle zu vermeiden. Nun gut - Zeit hatte ich ja genug. Und so nutzte ich die letzten Tage in Los Angeles, um mir Hollywood bei Nacht zeigen zu lassen. Ich verbrachte noch 'nen Tag am Strand, um dann endgültig wieder zurück nach Deutschland zu fliegen.
Auch hier erlebte ich etwas für mich noch nicht Dagewesenes: als ich so am Check-In Schalter stand, ging eine Stewardess von Lufthansa die Reihe durch und fragte, ob sich nicht jemand bereit erklären würde, noch 'ne Nacht länger zu bleiben - gegen 400$ Entschädigung und selbstverständlich Übernahme der Hotel-Kosten. Damals hatte ich absolut keine Lust darauf. Ich wollte einfach nur nach Hause. Wenig später ärgerte ich mich ein wenig darüber.

Angekommen!

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